Genealogie

Familiengeschichte der Barone von Roussillon und der Familie Baus

Das Liebespaar des Jahres 1772

Johann Wolfgang Goethe
Johann Wolfgang Goethe
Das Wappen der Barone von Roussillon
Das Wappen der Barone von Roussillon
Henriette Alexandrine von Roussillon, alias Goethes Musengöttin Urania
Henriette Alexandrine von Roussillon,
alias Goethes Musengöttin Urania

Mein Forschungsgebiet ist u. a. die Genealogie und Biographie des Dichters Johann Wolfgang von Goethe und seiner bisher fast unbekannten Geliebten Henriette Alexandrine von Roussillon (19. Januar 1745 – 18. April 1773).

Die Barone von Roussillon

Die Familiengeschichte der Barone von Roussillon ist untrennbar mit der Goethe-Forschung verbunden: Henriette Alexandrine von Roussillon – in Goethes Werken als »Urania« verewigt – war die große Liebe des Dichters und Mutter seines unehelichen Sohnes Ludwig Tieck.

Die genealogischen Dokumente umfassen Stammtafeln, Bilddokumente und historische Quellen zu den Baronen von Roussillon sowie zur Familie Baus und Seuring aus dem Saarland.

Zur Biographie der Goethe-Freundin

Henriette Alexandrine von Roussillon (19. Januar 1745 – 18. April 1773)

19.01.1745
geboren zu Saarbrücken
22.12.1745
Tod des Vaters in Strasbourg
1745
Umzug der Mutter nach Gonnesweiler bei Nohfelden im nördlichen Saarland zu Schwester und Schwager de Lattre de Feignies
1757
Die Mutter Maria Anna von Geismar lebt mit ihrer Tochter Henriette Alexandrine in Trier. Die beiden Brüder Karl Wilhelm Emmerich Friedrich (∗ 30.8.1739) und Friedrich Carl Georg (∗ 25.06.1743 in Saarbrücken) dienen im Subsidienregiment Royal Deuxponts und nehmen am Siebenjährigen Krieg gegen Preußen teil.
1759
Henriette Alexandrine besucht das Welschnonnenkloster zu Trier; von 1760 bis 1768 fehlt jede biographische Information.
1769
Taucht wieder aus dem Dunkel der Vergangenheit auf. Heinrich Merck schrieb an seine Frau am 14.11.1769: »Wir haben hier [in Darmstadt] ein Fräulein von Roussillon, Ehrendame der Herzogin von Zweibrücken. Sie ist als Frau, was der arme Leuchsenring als Mann ist [nämlich ein sehr empfindsames Geschöpf].«
1772–1773
Liebesgeschichte der Henriette Alexandrine von Roussillon mit Wolfgang Goethe, nachzulesen im Sachbuch »Goethes Musengöttin Urania, alias H. Alexandrine von Roussillon – Die Liebestragödie des jungen Goethe«.
18.04.1773
Tod der Urania in Darmstadt an den Folgen ihrer Niederkunft mit einem Sohn Goethes: Ludwig Tieck, der »König der Romantik«, nachzulesen in »Goethes und Uranias Sohn – Ludwig Tieck«.

Genealogischer Steckbrief (mit Belohnung)

Sophie Henriette von Roussillon
auch »de Rossillon« geschrieben – lutherische Konfession
∗ 7.9.1727 auf Burg Werthenstein bei Birkenfeld
† unbekannt (spurlos verschwunden)
Hofdame der Herzoginwitwe Caroline von Pfalz-Zweibrücken
zuletzt gesehen im Schloss zu Bad Bergzabern
aufgehalten dort ca. 1750–1767
irrtümlich für Goethes Freundin gehalten
(Goethe poussierte doch keine alten Tanten von 45 Jahren?!)
gesucht im Raum Saar – Pfalz – Elsass – Lothringen
möglicherweise heiratete sie ???
oder sie ging ins Kloster?!


B E L O H N U N G

Für die Ergreifung ihrer Todesurkunde biete ich dem Ersten,
der sie mir vorlegt – per Brief, Email oder persönlich –
300 Euro und meinen lebenslänglichen Dank!
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen:
Lothar Baus · Zum Lappentascher Hof 65 · D-66424 Homburg/Saar
Tel.: 06841–71863 · E-Mail: lotharbaus@web.de

Die zwei Brüder der Urania

Die beiden Brüder der Henriette Alexandrine von Roussillon dienten seit 1757 im Subsidienregiment Royal Deux-Ponts. Während des Siebenjährigen Krieges könnte einer der Brüder in preußische Gefangenschaft geraten sein und später ins preußische Heer gewechselt haben. Dies kam durchaus vor und war zu damaliger Zeit nichts Ehrenrühriges. Der »preußische Roussillon« des Jahres 1801 könnte daher ein Bruder der Henriette Alexandrine oder ein Neffe gewesen sein. Die genealogischen Spuren in den Berliner Adressbüchern reichen bis ins Jahr 1943.

1801
Secondelieutenant von Roussillon wohnte Achteck am Potsdamer Thore Nr. 15 in Berlin; diente bei dem Regiment v. Götze, im Grenadier-Bataillon von Knebel
1806
Secondelieutenant von Roussillon stand als Adjutant im Grenadierbataillon des Regiments Prinz v. Oranien (Nr. 19) mit Garnison in Berlin
1811
als Premier-Lieutenant mit wirklichem Gehalt dimittiert (in Ehren entlassen), lebte bis zu seinem Tode in Berlin
1849
Roussillon, H. verw. Lieutenant, Steingasse 25
1860
von Roussillon, R(obert), Steuer-Aufseher, J. Am Oberbaum 1.2
Roussillon, H., geb. Friedel (nicht adelig) Witwe, Oberbaum 1
1867
von Roussillon, R(obert), Steueraufseher, J., Pankow, Berlinerstr. 27; erhielt preußische Dienstauszeichnung 3. Klasse (F.W.3)
1874
von Roussillon, R(obert), Steueraufseher, Greifswalderstr. 13. II
1899
von Roussillon, Robert, Pensionair, O Warschauerstr. 47 I.
von Roussillon, Emil, Post-Secr., SO Elsenstr., Villa Ida I.
1924
von Roussillon, Robert, Ingen(ieur), Karlshorst, Treskowallee 58a III
von Roussillon, Anna, Frl., Beamt., Karlshorst, Krausestr. 25
1943
von Roussillon, Robert Ingen(ieur), Karlshorst, Marksburgstr. 74 E

Genealogische Dokumente zum Download

Alle Dokumente sind kostenlos als PDF herunterladbar. Die Familiengeschichte der Barone von Roussillon erscheint in zwei Bänden; Band 2 enthält Bilddokumente und Stammtafeln.